Carlos habe ich quasi auf von uns besuchten Ausstellungen entdeckt. Es war immer eine Freude, ihn im Ring zu beobachten, denn gemeinsam mit Besitzerin Kathrin macht es richtig Spaß zuzusehen wie sie ihre Runden im Ring drehen. Dabei fiel neben seinem tollen Aussehen auch seine Souveränität im Ring auf. Carlos‘ Erfolge sprechen Bände – er ist für mich die kraftvolle Eleganz, die man sich bei einem Dalmatiner wünscht. Nachdem ich auch einige seiner Nachzuchten gesehen und erlebt hatte und mich mit Züchtern, die ihn eingesetzt hatten ausgetauscht hatte, stand für mich der Papa unseres D-Wurfes fest. Und glücklicherweise waren Familie Schultz als Züchter und Familie Döbel als Besitzer einverstanden.
Es würde also keine Überraschungen geben, wenn wir uns in Richtung Halle aufmachen – das ist nicht immer so, da man auch oft die Rüden nur von Fotos kennt. Carlos sieht auch mit fast 9 Jahren noch aus wie ich ihn über die Jahre kennengelernt hatte. Und als man ihn und Tamea später dann so zusammen sah, fiel auch auf – die beiden sind absolut von ähnlichem Typ. Das war neben all seinen anderen für mich ausschließlich positiven Eigenschaften auch das, was mich getriggert hatte. Zudem stimmt die Chemie zwischen Carlos‘ Familie und uns zu 100%.
Nun machen es unsere Mädels aber ja gern spannend. Wie im vorigen Jahr bei ihrer Mutter Tarja, ging es so langsam auf Jahresende zu während wir auf Tameas Läufigkeit warteten. Dachte ich doch, sie wäre schon spät dran und ich sah mich schon Heiligabend im Hotelzimmer sitzen. Ich hakte sogar schon mal vorsichtig nach, was in Halle an Heiligabend so auf den Tisch kommt 🤣. Aber Tamea hatte ein Einsehen und legte nur ein paar Tage zu spät mit der Läufigkeit los. Nachdem ich letztes Mal beim 1. Progesterontest an Tag 9 schon fast zu spät war, bin ich diesmal am 8. Läufigkeitstag zum ersten Test gegangen – und siehe da, der Wert war schon vielversprechend. Also am Samstag noch mal zum Tierarzt – hier sagte uns der Wert, dass ich ganz gemütlich am nächsten Tag losfahren konnte. Und das tat ich dann auch. Wir fuhren ohne Umwege direkt zu Carlos.
Genau wie ich fand auch Tamea sofort Gefallen an ihrem Auserwählten – die beiden waren sich wirklich schnell einig. Auch am nächsten Tag wurde nicht viel „herumgeeiert“. Problemloser hätte das Date zwischen den beiden wirklich nicht laufen können. So blieb es bei einer Übernachtung für uns in Halle und wir waren rechtzeitig zum Weihnachtseinkauf und zum Weihnachtsfest wieder Zuhause. Nun heißt es warten auf den Tag der Tage, an dem es zum Ultraschall geht. Aber was soll nach diesen harmonischen Deckakten nun noch schief gehen?





