D-Wurf 2.0 – auf zu neuen Ufern 🇸🇪❤️

Nun sollte es also endlich losgehen mit unserem D-Wurf 2.0Eingeweihte wissen: Eigentlich hatten wir einen ganz anderen Plan. Doch nachdem sich dieser leider zerschlagen hatte, hieß es für uns umplanen. Aus dem Motto „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“ wurde kurzerhand ein kleines „Auf zu neuen Ufern!“ – und so führte uns unser Weg dieses Mal deutlich weiter in den Norden: nach Schweden.

Dort wurde uns ein junger Rüde empfohlen, der noch ein völlig unbeschriebenes Blatt ist. Das war für uns tatsächlich etwas ganz Neues, denn bisher hatten wir uns immer für ältere und bereits erfahrene Rüden entschieden. Doch manchmal muss man eben auch neue Wege gehen. Ein Blick auf seine Ahnentafel, dazu die Fotos, die uns geschickt wurden – und die Entscheidung war eigentlich schon gefallen. Die Zucht von Amanda kennen wir inzwischen seit mehr als sechs Jahren, seit ihren frühen Jahren, und wir waren von ihren Würfen immer begeistert. Umso mehr haben wir uns gefreut, als Amanda unserer geplanten Verpaarung zustimmte.

Damit begann zunächst das übliche Prozedere: Blutbild und Kotprofil wurden veranlasst und einmal mehr gab es für unser gesamtes Rudel eine kleine Darmkur. Da sich bereits abzeichnete, dass Tamea ihre Läufigkeit möglicherweise ein wenig vorziehen könnte, bekam sie vorsorglich auch noch einen kleinen Immunbuster in Form von Propolispulver. Und das war definitiv nicht zu früh! Tamea zog ihre Läufigkeit tatsächlich mindestens drei Wochen vor. Zum Glück waren alle Untersuchungsergebnisse perfekt und damit konnte es losgehen.

Da wir beim ersten Läufigkeitstag nicht ganz sicher waren, starteten wir frühzeitig mit den Progesterontests. Der erste Wert lag bei gerade einmal 0,4 ng/ml – also alles tiefenentspannt und ein ganz normales Wochenende war angesagt. Tamea sah das allerdings etwas anders. Bereits am nächsten Tag ließ sie uns ziemlich deutlich wissen, dass sie jetzt doch gerne losfahren würde😁. Diesen Wunsch haben wir ihr aber zunächst noch nicht erfüllt und sind am Montag erneut zum Progesterontest gefahren. Der lag nun bei 2,5 ng/ml – zu diesem Zeitpunkt völlig normal und noch kein Grund zur Eile.

Also fiel die Entscheidung: Mittwochmorgen geht es los Richtung Schweden! Und das war eine goldrichtige Entscheidung.

Die Hinfahrt lief besser als erwartet und wir schafften die Strecke in weniger als acht Stunden. Am Nachmittag kamen wir schließlich an unserer Unterkunft an – einer kleinen Hütte auf einem kleinen Resthof, wo wir ganz für uns waren.


Kurz darauf ging es für mich mit Tamea weiter zu Amanda und Turbo.

Und ich war sehr erleichtert, dass Turbo in Natura genauso ansprechend war wie auf den Fotos. Noch wichtiger: Auch Tamea fand ihn ziemlich schnell ausgesprochen sympathisch. 😉

Damit fiel mir dann auch ein kleiner Stein vom Herzen, denn natürlich hatten wir – wie eigentlich immer – keinen Plan B im Gepäck.

Dafür, dass die beiden sich gerade erst kennengelernt hatten, waren sie sich erstaunlich schnell einig. ❤️

Am Donnerstagmittag trafen wir uns dann zunächst mit einer schwedischen Freundin, die ganz in der Nähe wohnt, zum gemeinsamen Lunchen. Zwei Stunden lang wurde ausführlich gefachsimpelt – natürlich rund um das Thema Dalmatiner und Zucht😉, anschließend machten wir noch einen kleinen Rundgang rund um die Location.

Und dann fuhr ich mit Tamea noch einmal zu Amanda und Turbo. Für diesen zweiten Tag hatte ich mir fest vorgenommen, meine Kamera mitzunehmen und ein paar schöne Fotos von den beiden beim Spielen zu machen.

Tja. Daraus wurde nichts.

Kaum hatte Tamea den Garten betreten, legten die beiden auch schon los 😄. Nun gut – dann eben keine Fotos. Hauptsache, die beiden wussten, was sie wollten!

Am Freitag machten wir uns dann ganz entspannt wieder auf den Heimweg. Natürlich nicht, ohne vorher noch einmal aufzutanken – Diesel ist in Schweden schließlich ein gutes Stück günstiger –, ein bisschen Sightseeing einzubauen und an der dänisch-deutschen Grenze noch ausgiebig zu shoppen.

Es war eine wirklich wunderschöne Reise. Für mich war es tatsächlich das erste Mal in Schweden und ich muss sagen: Dieses Land hat es mir ein ganz klein bisschen angetan. Nicht nur die beiden beeindruckenden Brücken auf der Strecke waren ein Erlebnis, auch Schweden selbst hat mir ausgesprochen gut gefallen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht mein letzter Besuch dort gewesen sein wird.

Nun sind wir wieder Zuhause und versuchen uns in Geduld zu üben. Denn jetzt heißt es erst einmal warten und hoffen, dass aus dem schönen Date zwischen Tamea und Turbo in einigen Wochen auch kleine Früchte entstehen. 

Fortsetzung folgt hier: